Eigentlich ja Tam Coc - Trockene Halong Bay! Die Reise in den Süden beginnt.
Gute zwei Stunden südlich von Hanoi liegt Ninh Binh und ein wenig weiter Tam Coc, wo ich ein kleines Hostel gefunden habe. Hier habe ich mit Mona (aus Deutschland) verabredet, die habe ich bereits in Sa Pa kennen gelernt. Ich bin erst mit dem Nachtbus angereist. Zusammen mit einer Brasilianerin musste ich aber noch gut eine halbe Stunde zum Hostel laufen - wenigstens hat es aufgehört zu regnen. Mona ist bereits morgens angereist und hat die meiste Zeit im Hostel verbracht - es hat den ganzen Tag geregnet, andere Reisende gab es nicht wirklich. Erst abends hat sie wohl ein Päarchen kennengelernt und ein paar Tips bekommen. Das spricht eigentlich für den Ort - viel gibt es nicht und die "trockene Halong Bay" scheint auch noch nicht so richtig für westliche Touris aufgearbeitet zu sein.
Nach einer klammen Nacht im Hostel (hier zieht wirklich überall die Feuchtigkeit rein) erwartet uns das herrlichste Regenwetter. Mona reist um vier Uhr wieder nach Hanoi, ich lasse mir auch den Bus weiter nach Süden buchen. Mit dem Open Bus Ticket werde ich meine weiteren sechs Stationen für 57$ machen - spott billig, wie sich später herausstellt, aber auch richtig unbequem.
 |
| Auf zur Pagode. |
Wirklich schade, dass das Hostel nicht so richtig cool und das Wetter schlecht ist. Hier hätte man gut und gerne ein paar Tage verbringen können. Hier hätte es sicher auch sehr viel Spaß gemacht mit einem Roller durch die Gegend zu fahren. Aber gut. Wir beschließen zu einer Pagode im Berg zu laufen. Bald ziemlich durchnässt, kommen wir außerhalb des Ortes an und hier ist es richtig hübsch! Fun fact: Unterwegs spricht uns ein alter Vietnamese an und frägt auf gebrochenen Englisch, ob wir Französisch könnten. Natürlich bejahe ich das und wechsle ein paar Worte übers Wetter, wo wir her kommen und wo wir hin wollen. Man merkt, wie er sich richtig darüber freut mal wieder französisch sprechen zu können, auch wenn ich da bestimmt nicht mehr wie er konnte. Jeden Tag eine gute Tat oder so ;-)
 |
| Zur Arbeit! |
 |
| Eingang der Pagode. |
Die Pagode ist wirklich cool. Wir sind scheinbar recht früh aufgebrochen, denn die typischen Souvenierstände werden erst aufgebaut. Ein recht interessanter Ort, aber irgendwie auch nur "the next temple".
 |
| Tempelhof. |
Hier passiert auch noch ein kleiner Unfall: Ich rutsche auf einer Treppe aus und falle die fünf Stufen runter. Geschickt gedreht, fange ich mich aber gerade so ab. Außer einer schmutzigen Hose, einem blauen Fleck am Oberschenkel und einer Delle in meiner Handyhülle (dem Handy ist nichts passiert!), war das gerade noch so ein Glück im Unglück. Kurz verschnaufen musste ich trotzdem.
 |
| Der Rückweg. |
Nass und kalt kommen wir zurück in den Ort. Jetzt wo wir schon einmal Nass sind, beschließen wir noch die einzige wirkliche Touri-Attraktion des Ortes mitzunehmen. Eine gut zweistündige Fahrt mit dem Ruderboot, wobei wir gefahren werden.
 |
| Ruderboote. |
 |
| Auf dem Flüsschen. |
Die Ruderfrauen und -männer haben sich eine geschickte Technik überlegt: Sie rudern mit den Beinen. Am Ende bekommt die Frau ein kleines Trinkgeld von uns, auch wenn die Fahrt selbst schon relativ teuer war.
Mona zieht sich dann im Hostel etwas trockenes an und wir holen uns etwas spät eine Pho als Mittagessen. Das wärmt, schmeckt und ist ziemlich günstig.
Bald wird Mona dann abgeholt und ich verbringe die restliche Zeit, bis es für mich nach Hue geht, mit lesen.
Fazit: Ninh Binh ist ein Pflichtbesuch! Bei trockenem Wetter: Roller leihen und durch die Gegend fahren!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen