Freitag, 19. Juni 2015

Hué

Die wohl schrecklichste Nacht unterwegs führt mich von Tam Coc nach Hué. Hier lege ich einen kleinen Zwischenstopp ein.
Warum die schrecklichste Nacht? Nunja, ich wurde in Tam Coc vom Bus aufgesammelt, der in Hanoi gestartet ist. Dementsprechend voll war der Bus und ich habe tatsächlich als letzter einen Platz ganz hinten bekommen. Die Plätze sind ja sowieso schon eng, aber zwischen vier Isländern geparkt - ohje. Ich habe fast die ganze Nacht kein Auge zu bekommen. Zu meinem Glück sind die zwei Stunden vor Hué abgesetzt worden und ich hatte die fünf Plätze für mich alleine. Viel Schlaf gabs trotzdem nicht mehr - war inzwischen ja schon fast hell.
In Hué angekommen musste ich erstmal mein Hostel finden - das ich tagszuvor nicht mehr buchen konnte. Auf gut Glück bin ich dort hingegangen und hab zum letzten Mal Sabrina aus Wien getroffen - wir haben uns dann auf unserem Weg nach Saigon leider aus den Augen verloren, wir müssen uns aber immer ganz knapp verpasst haben, wir hatten nämlich die gleichen Ziele. Sie ist dann auch nach einer Nacht weiter nach Hoi An gefahren, mein nächstes Ziel, hat sich dann aber wohl doch entschieden in ein anderes Hostel wie ich zu gehen.
Natürlich gab es kein normales Bett mehr dort und ich habe erstmal weiter geschaut, die anderen Hostels auf der Straße waren mir etwas suspekt und ich habe mich dann dazu entschieden, das teurere Queensized Bett zu nehmen - auch als Entschädigung für die letzte Nacht.
Auf dem Weg zum Hostel musste ich zunächst einmal die Vietnamesen abschütteln, die mir weiß machen wollten, das zwei Kilometer entfernte Hostel sei über eine Stunde weg. Nunja, ich habs auch zu Fuss gefunden. Sehr ärgerlich diese aufdringlichen Leute.
Im Hostel habe ich mich erstmal mit einem ausgiebigen Frühstück belohnt und bin dann in die Stadt gegangen. Vanessa (die, die mich in Singapur besucht hat) hat mich schon gewarnt - es ist eher langweilig. Jetzt bin ich aber schonmal da und schaue mir den großen Kaiserpalast an.
Eingang in die Zitadelle.
Mauer um die Zitadelle rum.
Ein Tor.
Hier gibt es viel geschichtliches zu erfahren. So haben die letzten vietnamesischen, königlichen Sprösslinge sogar in Europa studiert.
Baum und Garten.
Bonsai vor dem Thronsaal.
Es ist wirklich eine große Anlage. Viel zu entdecken in den Gärten. Im Thronsaal selbst darf man keine Fotos machen.
Ein großer, goldener Drache. Aber nicht Frau Mahlzahn.
Eine kleine Laterne am Wasser. Gibt viele hier.
Noch ein Garten.
Es ist ein unglaublich heißer Tag, aber das scheint hier normal zu sein, es ist nämlich nicht alles mehr so ganz grün. Ich gehe darauf hin noch in ein anderes kleines Museum mit vietnamesischen Kriegsartefakten. Eher langweilig und dann - mit Umweg über einen Supermarkt - zurück ins Hostel. Dort entspanne ich mich und lese.
Abends lerne ich noch einen Haufen Leute kennen, ein Amerikaner ist wirklich begeistert von einem Schneider in Hoi An. So begeistert und überzeugt, dass ich mir die Adresse geben lasse. Nette Leute, die Amis sind auf dem Weg nach Norden. Elsa und Marlene (Norwegen/Schweden) sind auf dem Weg nach Süden. Wie der Zufall es so will treffe ich die beiden zwei Tage später dort in meinem Hostel.
Hué ist ein guter Zwischenstop zum regenerieren. Mit einem Roller kann man sich auch die Gegend anschauen, wäre es nicht so heiß gewesen, wäre ich sicherlich noch zu einer Pagode, die so 5-7 km außerhalb der Stadt liegt. So hieß es entspannen, trinken und genießen.
Die nächste Etappe ist entsprechend Hoi An.

Montag, 8. Juni 2015

Holunderblütensirup

Inspiriert von Urs.
Zutaten:
10-15 Holunderblüten
ca. 100 ml Zitronensaft (so Saft von 3 Zitronen)
1 l Wasser
800 g Zucker

Holunderblüten von groben Stängeln und Insekten befreien. Zusammen mit Zitronensaft und Wasser einen Tag lang ziehen lassen.
Und nun einen Tag warten.
Den "Sud" durch ein Geschirrtuch in einen Topf gießen. Gut ausdrücken nicht vergessen! Dann den Zucker dazu, aufkochen und dabei gut umrühren.
Lecker und süß. Vorsicht bald heiß!
5 Minuten kochen lassen, dann heiß abfüllen. Das Ganze ergibt fast 1,5 l Sirup.
Fertiges Ergebnis, lecker!

Freitag, 15. Mai 2015

Ninh Binh

Eigentlich ja Tam Coc - Trockene Halong Bay! Die Reise in den Süden beginnt.
Gute zwei Stunden südlich von Hanoi liegt Ninh Binh und ein wenig weiter Tam Coc, wo ich ein kleines Hostel gefunden habe. Hier habe ich mit Mona (aus Deutschland) verabredet, die habe ich bereits in Sa Pa kennen gelernt. Ich bin erst mit dem Nachtbus angereist. Zusammen mit einer Brasilianerin musste ich aber noch gut eine halbe Stunde zum Hostel laufen - wenigstens hat es aufgehört zu regnen. Mona ist bereits morgens angereist und hat die meiste Zeit im Hostel verbracht - es hat den ganzen Tag geregnet, andere Reisende gab es nicht wirklich. Erst abends hat sie wohl ein Päarchen kennengelernt und ein paar Tips bekommen. Das spricht eigentlich für den Ort - viel gibt es nicht und die "trockene Halong Bay" scheint auch noch nicht so richtig für westliche Touris aufgearbeitet zu sein.

Nach einer klammen Nacht im Hostel (hier zieht wirklich überall die Feuchtigkeit rein) erwartet uns das herrlichste Regenwetter. Mona reist um vier Uhr wieder nach Hanoi, ich lasse mir auch den Bus weiter nach Süden buchen. Mit dem Open Bus Ticket werde ich meine weiteren sechs Stationen für 57$ machen - spott billig, wie sich später herausstellt, aber auch richtig unbequem.
Auf zur Pagode.
Wirklich schade, dass das Hostel nicht so richtig cool und das Wetter schlecht ist. Hier hätte man gut und gerne ein paar Tage verbringen können. Hier hätte es sicher auch sehr viel Spaß gemacht mit einem Roller durch die Gegend zu fahren. Aber gut. Wir beschließen zu einer Pagode im Berg zu laufen. Bald ziemlich durchnässt, kommen wir außerhalb des Ortes an und hier ist es richtig hübsch! Fun fact: Unterwegs spricht uns ein alter Vietnamese an und frägt auf gebrochenen Englisch, ob wir Französisch könnten. Natürlich bejahe ich das und wechsle ein paar Worte übers Wetter, wo wir her kommen und wo wir hin wollen. Man merkt, wie er sich richtig darüber freut mal wieder französisch sprechen zu können, auch wenn ich da bestimmt nicht mehr wie er konnte. Jeden Tag eine gute Tat oder so ;-)
Zur Arbeit!
Eingang der Pagode.
Die Pagode ist wirklich cool. Wir sind scheinbar recht früh aufgebrochen, denn die typischen Souvenierstände werden erst aufgebaut. Ein recht interessanter Ort, aber irgendwie auch nur "the next temple".
Tempelhof.
Hier passiert auch noch ein kleiner Unfall: Ich rutsche auf einer Treppe aus und falle die fünf Stufen runter. Geschickt gedreht, fange ich mich aber gerade so ab. Außer einer schmutzigen Hose, einem blauen Fleck am Oberschenkel und einer Delle in meiner Handyhülle (dem Handy ist nichts passiert!), war das gerade noch so ein Glück im Unglück. Kurz verschnaufen musste ich trotzdem.
Der Rückweg.
Nass und kalt kommen wir zurück in den Ort. Jetzt wo wir schon einmal Nass sind, beschließen wir noch die einzige wirkliche Touri-Attraktion des Ortes mitzunehmen. Eine gut zweistündige Fahrt mit dem Ruderboot, wobei wir gefahren werden.
Ruderboote.

Auf dem Flüsschen.
Die Ruderfrauen und -männer haben sich eine geschickte Technik überlegt: Sie rudern mit den Beinen. Am Ende bekommt die Frau ein kleines Trinkgeld von uns, auch wenn die Fahrt selbst schon relativ teuer war.
Mona zieht sich dann im Hostel etwas trockenes an und wir holen uns etwas spät eine Pho als Mittagessen. Das wärmt, schmeckt und ist ziemlich günstig.

Bald wird Mona dann abgeholt und ich verbringe die restliche Zeit, bis es für mich nach Hue geht, mit lesen.
Fazit: Ninh Binh ist ein Pflichtbesuch! Bei trockenem Wetter: Roller leihen und durch die Gegend fahren!

Halong Bay

Die berühmte Halong Bay, dass was man von Vietnam gesehen haben muss... oder auch nicht.
Um zur Halong Bay zu kommen, gibt es wie so oft viele Varianten. Es gibt da zunächst die Entscheidung: Bleibe ich nur einen Tag oder verbringe ich dort ein, zwei oder gar Nächte auf einem Boot? Gehe ich vielleicht auf eine Insel (Castaway Tour)?

Ich habe mich mit Shu bewusst für den Tagestrip entschieden, weil die Übernachtungsangebot einfach krass überteuert sind. Auch unser Tagestripp war erst einmal eine Suche am frühen morgen. In unseren Hostel hätte die Tour 45 $ gekostet. Wir sind die einzelnen Travelagencys abgegangen und haben dort Angebote für 30$ gefunden, aber Shu meinte, er hätte das auch schon für 20 $ gesehen. Irgendwann haben wir dann einfach gehandelt und haben die 30$ Tour ohne Kanu fahren für 20 bekommen. Auf die Nachfrage, was denn das Kanu fahren extra kosten würde, wenn wir doch Lust hätten, meinte der Travelagent 4$... Ok, alles klar, dann eben ohne Kanu fahren.
Eine Stunde später geht es dann aus dem verregneten Hanoi auf die vier Stunden lange Busfahrt zur Halong Bay inkl. Stop an einer Touri-Shopping-Falle, wo ich ein paar Leute treffe, aber auch Shu Leute, die er in Kambodscha getroffen hat, trifft. Jeder kennt Shu. Das zieht sich die gesamte Reise durch und die Geschichte findet seinen Höhepunkt in Dalat - aber das kommt später.

Der Bus wirft uns am Ferry-Terminal raus, und schnell wird klar, selbst mit den 20$ haben wir zu viel bezahlt - das Boot kostet dort einiges weniger. Aber was solls, immerhin sind wir noch deutlich unter dem potentiellen Höchstpreis. Eine Gruppe aus Engländern (die sich hier betrinken und zwei Nächte übernachten möchte), Koreanern und zwei Australiern geht mit uns dann auf ein Boot, wie jedes andere hier. Also auch das ist kein Argument für einen höheren Preis. Das Wetter ist übrigens mies, Regen und diesiges Wetter - da kann man die vielen kleinen Inseln dieser Karstlandschaft nicht sehen - und dafür ist man ja eigentlich hier. Schade.
Inseli.
Erster Stop: Höhleninsel.
Auf dem Boot gibt ein okayes, aber eigentlich nich gutes Mittagessen, das im Preis mitenthalten ist. Fisch, frittierter Tofu (bääähh :-( ), Sprossen, Rührei, Frühlingsrollen (das war noch das beste)... Naja, geschenkter Gaul und so, dem Magen ging es ein bisschen besser, ohne etwaige Spätfolgen ;-) Der erste Stop unserer Rundfahrt war eine Höhleninsel. Die große Höhle haben Fischer erst vor ca. 10 Jahren entdeckt, inzwischen ist die Höhle touristisch erschlossen und eines der Hauptanfahrtsorte.
Buntbeleuchtete Tropfsteine.
Sehr bunt. Aber cool.
Die Fahrt geht weiter.
 Nach einer guten Dreiviertelstunde geht es weiter. Die Fahrt wird potentiell besser, auch wenn das Wetter schlechter wird. Grund: Wir fahren näher an den kleinen Inseln vorbei.
Mehr Inseln.
Wir kommen dann zum Stop, wo man ganze zwanzig Minuten Kanu fahren kann, wenn man will - ohne Aufpreis, auch für uns nicht. Aber ohne Wechselklamotten, möchte ich mir den Spaß bei dem Wetter nicht verderben - einen Schnupfen brauche ich nun wirklich nicht. Die Australier mit denen wir gequatscht haben meinten später nur, dass es ganz nett, aber nicht so spektakulär war. Nach einer weiteren halben Stunde machen wir noch einmal halt. Hier werden die Gruppen (Übernachtende und Rückfahrende) getrennt. Der Rückweg stellt sich als unspektakulär heraus, aber ein tolles Panorama gibts noch, dass erahnen lässt, wie das ganze bei gutem Wetter aussehen könnte.

Inselpanorama.
Fazit: Halong Bay sollte man auf jeden Fall gesehen haben? Ich glaube nicht, es war zwar schon cool irgendwie, aber nicht so super, wie man annehmen könnte. Ich glaube, auch bei gutem Wetter ist die Fahrt eher nicht so cool, wenn gutes Wetter bedeutet Sonne und auf den Booten gibt es kaum Schatten. Von anderen Reisenden habe ich gehört, dass auch die Übernachtungen auf dem Boot nicht so der Brüller sind. Da sollen die Castaway Touren wirklich besser sein.
Unterschiede im Preis sind angeblich in der Qualität des Essens begründet - wenn ich aber 30$ mehr für de facto die gleiche Tour (was anderes kann man ja kaum machen) zahle, dann ist das trotzdem in keiner Relation zum Preis. Also: Billige Tour, ein Tag, gutes Wetter - dann kann man das machen.

Weitaus besser war die "trockene Halong Bay" - dort hin geht es im nächsten Bericht. Auch wenn es nicht trocken war.

Donnerstag, 14. Mai 2015

Sa Pa

Von Hanoi geht es zum ersten Höhepunkt der Reise: Nach Sa Pa!
Untergebracht habe ich mich im Mountain View Hostel - gebucht habe ich einen vierer Schlafsaal, bekommen habe ich ein Doppelzimmer mit Shu, was kein Problem war, wir haben uns sofort verstanden und sind auch die nächsten Tage zusammen unterwegs gewesen.
Aussicht nach Ankunft vom Zimmer aus.
Zunächst sind wir etwas essen gegangen - es wird schnell klar: In Sa Pa gibt es richtig, richtig gutes Essen! Gegrillte Ente mit Honig und gebratenes Deer kommt auf den Tisch. Mit gefülltem Magen gehts auf Erkundungstour durch die Stadt - man erkennt die französischen Einflüsse.
Die Blumen blühen...
... und das schon Anfang März.
Ein kleiner See in Sa Pa.
Mit dem Roller über den Gehweg.
Der Tag war dann auch relativ schnell erledigt. Abends ging es noch in The Hill Station. Eines des vermutlich besten und edelsten Restaurants im Ort. Leider etwas abgeschieden, aber trotzdem super und auch relativ günstig (europäisch günstig, vietnamesisch teuer). Hier waren wir auch die nächsten drei Abende essen. Das schöne an diesem Restaurant ist, dass sie alle Zutaten auf dem lokalen Markt einkaufen, auch das Fleisch kommt aus Dörfern in der Nähe. Das schmeckt man. Unser Highlight: Der smoked pork belly und smoked buffalo - serviert mit Reis und seltsamen, aber sehr leckeren grünen Gemüse (Die Räuchern sogar ihr Fleisch selbst dort).

Am nächsten Tag haben wir uns Roller gemietet und sind über die neue Passstraße unterwegs gewesen.
Unweit der Stadt - der Blick auf Indochina.
Ein Stückchen weiter.
Außerdem gibt es hier einen kleinen Nationalpark mit Wasserfällen und einer kleinen Aussichtsplatform. Ganz schön windig hier oben!
Aussichtsglocke.
Großer Wasserfall.
Als wir an ein Dorf ca. 40 km von Sa Pa entfernt halt machen gibt es eine Pho und der Rückweg wird angetreten, weil zum einen das Benzin knapp wird und es hier relativ schnell dunkel wird.
Auf der Straße links im Hintergrund sind wir auch gefahren.
Abends treffen wir noch Melanie, eine amerikanische Flugbegleiterin die in Dubai wohnt und mit der ich eigentlich nach Sa Pa fahren wollte. Weil es nun mal nicht immer so klappt wie man will, haben wir uns eigentlich ständig unterwegs verpasst. Das war der einzige Abend an dem es mal geklappt hat.
Der nächste Tag wird nicht weniger spektakulär - wir fahren in die Gegenrichtung zu den kleineren Bergdörfern. Mittags essen wir in einem Dorf (natürlich Pho), in dem wir die einzigen Ausländer sind. Wir sind also genauso eine Attraktion wie die locals für uns.
Klassische Terrassen.
Mehr davon.
Und ein Dorf darin.
Interessant: Die Terrassen werden nur durch Regenwasser bewässert.
Eine Brücke im Nirgendwo.

Da sind wir rüber gelaufen.
Und haben das hier entdeckt.
Insgesamt ein toller Ausflug, auch wenn es landschaftlich bei der ersten Tour atemberaubender war.
Der letzte Tag wurde dann ruhig angegangen, wir haben uns einen Park angeschaut, zu dem die Locals ihre Ausflüge hin machen. Nicht wirklich beeindruckend, aber ruhig und ganz nett.
Sa Pa Megapanorama mit Indochina im Hintergrund.
Fazit: Sa Pa ist ein Mussbesuch, wenn man in Vietnam unterwegs ist. Geht ins Mountain View Hostel und in die Hill Station. Die meisten Touris gehen hier auf sogenannte "Home stays" - da geht man mit den ethnischen Minderheiten in ein Dorf redet mit denen, isst dort und schläft dort auch eine Nacht oder zwei. Das hat mich nicht gereizt und ich finde das auch ziemlich merkwürdig. Muss man also selbst wissen.

Als nächstes geht es erstmal wieder zurück nach Hanoi und von dort aus zur berühmten Halong Bay.

Donnerstag, 2. April 2015

Hanoi

Der Startpunkt meiner letzten Reise in Asien ist die vietnamesische Hauptstadt Hanoi. Diese liegt gute 3.5 Stunden weit weg von Singapur - also ein ganz schönes Stück.


Mein Flieger landet also nachmittags in Hanoi bei Sonnenschein und 28 °C. Ich habe mit deutlich weniger gerechnet und entsprechend warm ist es mir in langer Hose und Pulli. Den "normalen" Shuttlebus in die Stadt finde ich nicht, dafür aber einen Minibus, der mich - vermutlich viel zu teuer - für 5 US$ (die ich noch aus Cambodia hatte) den ca. 45 Minuten langen Weg in die Stadt bis fast vor mein Hostel bringt.
Das Vietnam Backpackers Hostel Downtown ist ein Partyhostel. Das merkt man auf den ersten Blick, im Eingangsbereich sieht man gleich eine Bar, mehrere Bildschirme auf denen Bereits diverse Fussballspiele laufen (ist ja Samstagnachmittag). Nach dem Einchecken verbringe ich hier den Abend und lerne gleich einmal ein paar Leute kennen. Simeon und Anders (Schweden/Dänemark) sind fast sechs Wochen lang von Saigon nach Hanoi auf dem Motorrad gefahren und haben unglaublich viel erlebt und gesehen. Überhaupt scheinen diese Motorradtouren sehr beliebt und verbreitet zu sein. Ein Tipp für die, die es selbst machen wollen: Fahrtvon Hanoi nach Saigon, statt anders rum, hier oben gibt es mehr und günstigere Bikes und ihr könnt die dann teurer in Saigon wieder verkaufen (Angebot und Nachfrage eben ;-)). Um das noch kurz zu sagen, man kann in Vietnam allerdings auch kaum in ein Hostel gehen, ohne jemanden in Verband oder Krücken zu treffen - in den meisten Fällen ein Unfall mit dem Ding. Der Verkehr und die Straßen in Vietnam sind absolut nicht einfach oder anfängerfreundlich!
Blick von der Tachterasse auf die Straße.
Das Hostel hat außerdem im 5. Stock eine Dachterasse, mit Pool, Kicker und einem Flachbildschirm auf dem man nachmittags gemütliche Filme anschauen kann.
Am nächsten Morgen gibt es nach dem Frühstück (inkl.) eine free walking Tour durch das old Quarter Hanoi. Gute zwei Stunden und am Ende landen wir in einem Cafe, wo es sowohl die Spezialität "Egg Coffee" (Kaffee mit cappucchino-ähnlichen Schaum aus Eigelb, nicht so mein Ding), als auch Kokosnusskaffee gibt. Kokoseis mit Kaffee ist ne super Kombination! Das Wetter entspricht nun wieder mehr meinen Erwartungen - es ist kühler und bedeckt.
Unser Cafe.
Hühner. Mitten in der Stadt. Auf der Straße.

Markt auf der Straße.
Ich ziehe dann noch mit Kathy (USA, lebt in Südkorea) noch durch die Stadt und schaue mir einiges an. Am nächsten Tag laufe ich mit William aus Borneo (Malaysia) durch die Stadt und versuche wieder ein paar andere Dinge und gehe mir einen Rucksack besorgen, damit macht das Reisen einfach ein bisschen mehr Spaß, man braucht nicht mehr so lange zum packen ;-)

Hohe und schmale Gebäude.
Und viel Kram hängt daran.
Der Literaturtempel.
Wirklich viel hat Hanoi nicht zu bieten. Die meisten "offiziellen" Gebäude sind nur morgens geöffnet. Ich besuche trotzdem noch die Kathedrale, den Lenin Park, laufe am Ho Chi Minh Mausoleum vorbei und besichtige auch noch ein ehemaliges französisches Gefängnis, in dem allerlei "Propaganda" (gegen Amerika) gefahren wird. Letztlich fehlt mir aber das Wissen um die Geschichte in diesem Land, um das sinnvoll in einen Zusammenhang bringen und hier wiedergeben zu können.
Transport mit dem Fahrrad.
Hanoi wird nach meinem Trip nach Sapa nochmal mein Quartier werden, bevor es richtig nach Süden geht. Ich mache einen Ausflug zur Halong Bay und entspanne einen Tag im Hostel und schaue Filme - denn auch das gehört zum Urlaub.

Dienstag, 31. März 2015

Kaltes Deutschland

Jetzt bin ich schon fast eine Woche wieder zu Hause. Ostern steht vor der Tür, dann werde ich von Vietnam berichten und auch mal wieder ein Rezept ausprobieren.

Stay tuned... next epsode of squirrel on holidays... Hanoi!