Eine windige Nacht bringt uns einen windigen Tag. Ich habe sehr gut geschlafen, auch wenn Urs meint, ich hätte einen guten Wald abgeholzt. Frühstück nehmen wir wieder IN der Hütte zu uns. Etwas überrascht, was wir hier denn machen würden, hat die Hüttenomi uns darüber aufgeklärt, dass wir das eigentlich gar nicht durften. Was uns denn einfiele und wenn wir gester nnicht so freundlich gewesen wären, würde sie jetzt einen riesen Aufstand machen. Day Fee ist eben nicht 24 h, sondern eigentlich nur von 11 - 16 Uhr des gleichen Tages. In all ihren Jahren hätte sie sowas noch nicht erlebt. Selbst nach mehrfacher Entschuldigung, konnte sie sich nicht zurückhalten und musste es uns noch zwei mal gesondert reindrücken. Sie würde sowas ja nie wieder machen, kleinen Finger gericht, ganze Hand genommen... *eye roll* Fortan war sie für uns die alte Hexe! Die Klamotten waren noch nicht ganz nass, aber immerhin nicht mehr so klamm wie gestern.
Ein ganzes, windiges Stück geht es meist bergab ins 9 km entfernte Teusajaure, dass wir gegen 12:30 Uhr erreichen. Tatsächlich ist aktuell hier niemand. Der Hüttendaddy würde erst gegen 16 Uhr wieder da sein. Wir standen also vor einer Entscheidung. Hier ist nämlich die erste Bootsetappe für uns.
Die Boote müssen immer so genutzt sein, dass immer mindestens ein Ruderoot auf einem Ufer ist. Man darf nur zu dritt in ein Boot. Das heißt, wir müssten mindestens dreimal hin und her rudern. Und es ist ziemlich windig. Zu windig beschließen wir, der Motorbootsservice vom Hüttendaddy wäre doch wünschenswert, auch wenn er dafür 200 SEK pro Person nimmt. Wir warten also eine ganze Weile und entschließen uns gegen die Day Fee ins Haus zu setzen und uns aufzuwärmen. Wenig später ist die wärme doch so einladend, dass wir uns entschließen die Nacht hier in der Hütte zu je 600 SEK pro Person zu verbringen, uns ordentlich zu waschen und auch unsere Klamotten alle einmal zu waschen.
Der Blick zurück auf den Hinweg und die Hütte des Hüttendaddies. Selbiger kommt recht pünktlich gegen 16 Uhr von einer Wanderung zurück. Zu unserer Überraschung bekommen wir nicht das große Gruppenhaus, sondern eine gemütliche Doppelhüttenhälfte für uns alleine. Wir buchen außerdem ein Platz auf dem Boot für morgen, 9 Uhr.
Da wir hier uns nach dem Bad gut aufwärmen und natürlich unsere Klamotten trocken bekommen wollen, machen wir ersteinmal noch Feuerholz, und decken uns mit ein paar Snacks, Bier und Würstchen ein. Wir nehmen uns heiße Schoki-Beutel für schlechte Zeiten mit.
Die Preise für die seltsamste und schönste Verpackung auf der Reise. Die Würstchen sind übrigens sehr langweilig, dafür entdecken wir den leckeren schwedischen, leicht süßen Senf, der sich sehr gut zu den Würstchen macht und sie deutlich aufwertet.
Vor dem Baden und Waschen spielen wir noch ein paar Runden Lok'n'Roll.
Der Blick von unserer Hütte zur Bade- und Bootsablegestelle.
Erfrischt genießen wir das Bier, essen ein warmes Abendessen - Bulgur-Mischung mit Baked Beans (ebenfalls aus dem Station-Shop) - mit Schokolade als Nachtisch, und spielen noch ein paar Runden. Als es zu dunkel zum Spielen wird - man merkt die gut 100 km, die wir bereits wieder südlich sind, merklich - geht es Zähneputzen und Schlafen. Morgen um 7:30 Uhr klingelt der Wecker - wir wollen ja das Boot nicht verpassen ;-)
Auch ohne Zeltplatz ein Ping auf die Fjällstation:












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