Freitag, 4. August 2023

Lofoten 2023 - Tag 2 - Kabelvag

 Schon recht früh wachen wir von der Sonne geweckt auf. Im Zelt wird es einfach zu warm. Der Tag verspricht sehr sonnig zu werden. Wir legen den Teil usnerer Klamotten, der noch etwas feucht ist, in der Sonne aus, frühstücken und packen ganz gemütlich das Zelt ein. Keine Eile, wir wissen nicht, ab wann wir auf dem Campingplatz überhaupt das Zelt aufstellen dürfen. Nach dem Abspülen geht es berg ab und um den See herum.

Der Blick zurück auf unsere Bergetappe.

Der Zeltplatz hat ein paar Ferienhäuser, sehr viele Camperstellplätze und eine ausreichende Fläche für Zelte. Warme Duschen müssen mit Chips extra bezahlt werden. Insgesamt ist dies der teuerste Zeltplatz unserer Tour. Im Service Gebäude gibt es einiges Kochgeschirr, hier werden wir wohl abends kochen und morgen frühstücken.

Nachdem wir das Zelt aufgestellt haben, ziehen wir unsere leichten Schuhe an und laufen ins wenige Kilometer gelegene Lofotmuseet. Auf dem Weg finde ich noch heraus, dass es hier außerdem noch eine Kunstausstellung eines norwegischen Künstlers und ein Aquarium gibt, das die lokalen Wildtiere zeigt. Als Kombiticket lohnt es sich, alles drei, und nicht nur zwei Sachen anzuschauen. Außerdem haben wir heute ja auch ohnehin nichts weiter vor. Zunächst geht es also ins Lofoten Museum. Hier kommen wir genau rechtzeitig an, wenige Zeit später gibt eine Führung durch das Museum. Wir erfahren einiges über den Fischfang und das Zusammenleben, als die Lofoten vor über 100 Jahren noch das Zentrum des norwegischen Fischfangs war. Stockfisch war eines der wichtigsten Handelsgüter Norwegens. Man sieht übrigens regelmäßig die Holzgestelle, auf denen die Fische im Winter zum trocknen aufgehängt werden. 

Ein moderneres Fischerboot.
Unser Museumsführer erzählt von der Tradition, dass Fischer, die zum ersten Mal zum Fischfang auf die Lofoten kommen, einen Berg besteigen müssen, um hier vor dem Troll den Hut zu ziehen. Das soll Pech und Unglück abwehren. Leider sind viele von diesem Trip nicht zurückgekehrt. Die Berge sind nicht zu unterschätzen. Nach der Erfahrung unseres Guides sollte man die Berge schleunigst verlassen, wenn Nebel aufzieht. Zum einen kann es passieren, dass man nichts mehr sieht, zum anderen wird der Fels feucht und damit rutschig. Urs und ich fühlen uns in unserem Entschluss bekräftigt, dass wir die geplante Route nicht mehr aufnehmen. Nicht mit dem vielen Gepäck und dem möglicherweise schnelländernden Wetterverhältnissen. 
Nach dem Museum geht es in die Galeri Espolin. Espolin hat die Lofoten erst später in seinem Leben kennengelernt. Er hat versucht Eindrücke aus dem Leben einzufangen und festzuhalten. Natürlich gehören auch andere Gemälde dazu. Aber vermutlich hat er das unwirkliche Leben im Norden am Besten festgehalten.
Öh, joa, das ist eins der anderen Werke... ;-)

Arme Fischer, reiche Partygesellschaft.

Espolin ist 1994 gestorben. Es gibt aber noch einen Film mit einem ausgiebigen Interview mit ihm, der hier in der Galerie gezeigt wird. Selbstverständlich schauen wir uns das an. Allerdings sind wir doch etwas geschafft von der Anreise und dem ersten Tag. Tatsächlich nicken wir hin und wieder ein, bevor wir dann "das Kino" verlassen und in Richtung des Aquariums weitergehen.

Ein Panorama über das Aquarium und umgebene Gelände.

Im Aquarium gibt es Otter, Roben, einige Fische und Meeresfrüchte zu sehen. Das Auqarium ist insgesamt recht überschaubar. Wir verbringen einige Zeit dabei einer Krabbe zuzuschauen, die versucht sich aus ihrem Becken zu ziehen.

Anschließend geht es nach Kabelvag. Das Ziel: Etwas zum Snacken, und eventuell das ein oder andere Bier zu besorgen. Beides finden wir und da es schon etwas später am Nachmittag ist, und es nicht viel mehr zu sehen gibt. Geht es zurück zum Camping Platz. Zeit für Abendessen.

Der Hafen von Kabelvag.
Ein Blick auf unseren Camping Platz.
Ein Bier von der Lofotpils Brauerei mit Label im Stile von Espolin. Hat sich der Besuch schon gelohnt ;-)
 
In Norwegen ist Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit nicht erlaubt. Aus diesem Grund ziehen wir uns nach dem Abendessen etwas zurück und sitzen auf einen Hügel mit Blick auf den Campingplatz. Wir planen den nächsten Tag und schauen, was wir dannach machen. Durch den Besuch im Museum haben wir von einem Wikingermuseum erfahren, das sehr interessant klingt.

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