Freitag, 31. Oktober 2014

Arbeiten, Freizeit, Wohnen und Verpflegen

Ich berichte ja sonst immer viel von meinen Ausflügen, vielleicht ist es einmal an der Zeit, meinen Alltag so zu beschreiben. Ein bisschen was zu berichten gibt es schon. Wirklich interessante und tolle Bilder eher weniger. Da muss ich den geneigten Bildergucker leider auf future Blogposts vertrösten.

Wie sieht also mein Tag aus? Meist gehe ich gegen halb 8 aus dem Haus und habe dann eine knappe Stunde Weg zur Arbeit. So ca. 10 Minuten zur nächsten MRT Station, etwa eine 30-40 Minuten mit der Bahn und dann nochmal ca. 10 Minuten zum Büro. Inzwischen kenne ich schon die kürzesten Wege, die werden auf Google Maps nämlich nicht angezeigt. Ich könnte vermutlich auch einen Bus nehmen, aber das dauert soweit ich weiß länger. Auf den Bus kann man sich auch nicht einstellen. Der fährt zwar alle 15 Minuten, aber wenn es dann doch mal 20 Minuten sind, dann steht man halt da. Also Laufen und Bahn als schnellere Variante.

Die meisten Singapurer laufen übrigens nur, wenn sie es unbedingt müssen und sind deshalb immer ziemlich erstaunt, wenn ich sage, dass ich den Kilometer (oder wie weit das von der MRT Station ist) schnell gelaufen bin und meinen, dass es da doch auch einen Bus gäbe. Für so kurze Distanzen nehme ich höchstens den Bus, wenn ich einen Gesprächspartner habe (also wenn, dann nach der Arbeit).
Der Eingang zum Büro.
Um 8:30 Uhr fange ich mit dem Arbeiten an bzw. ich bin im Büro. Die "Kernarbeitszeit" ist hier 8:30 Uhr bis 17:15 Uhr. Sicherlich könnte ich auch früher oder später kommen, aber so passt das eigentlich ganz gut für mich. Mittags gehen wir immer zu einem der Food Courts in der Nähe vom Büro. Das Essen ist okay bis gut, allerdings auch ein bisschen teurer, wie bei mir "zu Hause" in der Nähe oder allgemein üblich. So ca. 5 SGD muss man hier rechnen. Der Arbeitstag endet dann gegen 17:30 Uhr. So ist es zumindest jetzt gerade, wenn ich mal eine andere Aufgabe habe und/oder nicht im Büro bin, kann sich das mit Sicherheit auch mal ändern. So früh wie in Deutschland mit dem Arbeiten anzufangen ergibt aber zumindest vom jetzigen Standpunkt keinen Sinn.

Etwa eine Stunde später bin ich dann wieder zu Hause. Freizeit ist dann natürlich nicht mehr so viel da. Ich habe mir angewöhnt bzw. bin noch dabei mir das anzugewöhnen, noch eine halbe Stunde, Stunde laufen zu gehen (ja, trotz 30 °C und 70% Luftfeuchte, solang es nicht regnet, passt das ;-)), einfach weil die Gegend um die Marina Bay schön ist, ich so etwas zu tun habe und sich letzten Endes natürlich auch damit sich das Duschen am Abend wenigstens lohnt ;-) Zu der Zeit fängt es meist schon an dunkel zu werden, viel unterwegs und Fotos machen ist dann natürlich auch nicht mehr drinne - vor allem, wenn man erstmal eine halbe bis dreiviertel Stunde brauch, um irgendwo weiter weg hinzukommen. Ich muss mich aber auch noch ein bisschen an alles gewöhnen, dann wird das sicherlich anders.
Diese Woche habe ich mir eine gebrauchte Gitarre besorgt. Leider hab ich erst später gesehen, dass sie wohl doch ein bisschen Bedürftiger ist, als sie zunächst schien. Dem Ingenieur ist nichts zu schwör, also wurde die Gitarre mit neuen Saiten versehen und entsprechende Stellen ausgebessert. Jetzt habe ich also eine klassische Gitarre und das ganze für umgerechnet unter 30 € :)
Die neue, alte Klassikgitarre
Wohnen und Verpflegen. Joa, ich hab ja schon ein paar Fotos von meinem Zimmer gepostet. Die Aussicht ist top, die Wohnung ist okay. Es gibt eigentlich alles was man braucht. Gekocht habe ich aber noch nicht hier. Das ist aber irgendwie auch (noch) nicht nötig, Essen beim Hawker/food court ist gut und günstig. Bei den Lebensmittelpreisen, vor allem wenn man ein bisschen auf Qualität achtet,  kommt man mit Selbstkochen immer schlechter weg. Zumindest ist das meine derzeitige Sicht.
Seven/Eleven Stores gibt es fast überall, so auch unter dem Appartmenthaus. Das sind kleine Lebensmittel... naja eher Snackläden, bei denen man auch z.B. Tütennudeln bekommen könnte (aber muss das sein? Dann zahle ich lieber 1-2 Euro mehr für was Anständiges ;-)). Ansonsten habe ich einen ziemlich großen Lebensmittelladen in der Suntec City Mall entdeckt (das ist der Komplex, den man von meinem Zimmer aus sieht). Der Laden erinnert an die Hypermachés aus Frankreich. Riesige und hohe Regale, große Auswahl und einigermaßen günstige Preise. Sogar Éclairs könnte man dort kaufen ;-) Das ist so meine erste Adresse, wenn ich was einkaufen muss.
Weil ich nicht selbst koche, beschränkt sich mein Einkauf aber meist auf irgendwelchen Joghurt, Cornflakes, Milch und Säfte. Ähnlich aufregend ist somit mein Frühstück. Abends hole ich mir meist irgendwas kleines unterwegs.

Mit meinen Mitbewohnern komme ich ganz gut zurecht, ich glaube, ich habe inzwischen alle kennen gelernt, wenn auch immer nur kurz. Viel bekomme ich nicht von ihnen mit, aber ich bin ja auch kaum zu Hause. Ähnlich geht es denen ;-) Ein Franzose, Ryan, der hier studiert, ich habe aber vergessen was. Orion, ein Philippine, der zumindest ab und zu als Stand-Up Comedian auftritt und Jessy, die, puh, keine Ahnung woher kommt und was macht. Die habe ich bisher nur zwei mal auf dem Sprung getroffen ;-) Sie reist wohl viel.

Zum Zimmer nochmal. Es gibt eine Klimaanlage und die ist auch ziemlich nötig. Allerdings ist die auch ziemlich laut und obwohl (oder gerade weil?) ich im obersten Stock wohne, ist der Straßenlärm schon alleine ziemlich laut. Zum Schlafen schalte ich die AC dann aus, damit ich eben nur noch den Straßenlärm beim Einschlafen habe. Daran muss ich mich auch erst noch gewöhnen.
Das Panorama von meinem Zimmer aus. Mit dem Nexus aufgenommen übrigens.
Die Winterzeit hat ja bereits letztes Wochenende in Deutschland angefangen. Da tut sich bei mir natürlich nichts. Nur sind jetzt gerade +7h Zeitverschiebung zu Deutschland, statt bisher 6h. Dadurch wird natürlich so was wie Skypen noch schwieriger, als ohnehin schon. Freddy sitzt gerade in San Francisco bzw. Berkely. Zu ihm sind es von mir aus +15h. Wenn ich zur Arbeit gehe, dann hat er gerade Feierabend, könnte man sagen.  Wenn ich schon Freitag und Wochenende habe, dann dauert das bei ihm noch ein ganz schönes Stück bis dahin. Ist schon ein bisschen witzig. Hier berichtet er übrigens von seiner Zeit und ganz viel Technik.

So viel erst einmal zur Lage der Nation ;-) Wenn sich hier etwas neues entwickelt, werde ich mal wieder einen längeren Statusbericht verfassen. Ist für mich später ja auch mal interessant, wenn ich mir das hier alles als Erinnerung durchlese.

Bukit Batok

Von der Bukit Gombak MRT über Little Guilin zum Bukit Batok Nature Park.

Das erste Mal als ich hier hin wollte hat es geregnet. Ich habe es trotzdem versucht und dann doch relativ schnell aufgegeben. Gut so, denn heute hat die Sonne geschienen und es war richtig warm. Sun blocker aufgetragen und los geht es.
Mit der MRT an meiner Arbeitsstelle vorbei und dann umgestiegen auf die nächste Bahnlinie. Nach einer guten Stunde bin ich angekommen.

Station Nr.1
Little Guilin ist wirklich little. Aber schön!
Selbstgemachtes Panorama
Schwarzer Schmetterling
Weil Little Guilin nicht so viel mehr zu entdecken hat geht es nach Entdeckung einer Schildkröte zum Bukit Batok Hillside Park. Tjoa, aber hier gibt es irgendwie keinen Eingang. Weil ich nichts mehr zu trinken und wirklich Durst habe, breche ich die Suche danach ab und laufe wieder in Richtung Stadt.
Willkommen in Minecraft!
Heute noch klein, morgen ganz wild auf Pizza!
Getränkereserven aufgefüllt, Durst gestillt. Nach kurzer Befragung der Karte ist die Entscheidung nun zum Nature Park aufzubrechen schnell gefällt, hier sind sogar Wege auf der Karte eingezeichnet!
Joa, willkommen, willkommen!
Hoher Baum.
Der Nature Park ist wirklich schön! Der Park ist ein bisschen "botanischer Garten"-mäßig aufgezogen, unter vielen Bäumen findet man Bezeichnungen der Bäume auf Englisch und Latein. Der Park wird allerdings nicht wirklich gepflegt, also wächst alles ein bisschen zu und es gibt viele Tiere zu sehen!
Fire and Blood.
Gleich zwei Lurchis habe ich entdeckt!
Wow!
Nicht nur schöne Pflanzen(-formationen) gibt es hier. Es gibt hier auch Hörnchen :)
Erfolgreiche Jagd!
Und noch auf der Lauer!
Hat wirklich Spaß gemacht, den Hörnchen zu zuschauen, die sind sogar noch einigermaßen scheu, ein Vorteil, wenn man mit 300 mm Brennweite knipsen kann :)
Panorama im Nature Park
Vögel gibt es hier natürlich auch welche!
Jup, noch ein bisschen weiter hinten wohne ich.
Der Ausblick wurde übrigens unweit von einem Weltkriegsdenkmal aufgenommen, dass wohl zu Ehren oder Gedenken an gefallene japanische Soldaten dort gesetzt wurde. Ein aufgeschlagenes Buch mit ausgewaschen Buchstaben, nicht wirklich gut zu photographieren. Der Weg zurück war auch noch relativ schön, aber das meiste hatte ich ja bereits schon gesehen und geknippst. Der Tag endete mit Jazz, Richard und einem deutschen Bekannten von ihm, der hier Architektur studiert. Jazz wurde bei der Esplande-Bühne gespielt. Auf der Bühne ist regelmäßig kostenloses Programm geboten und ich sollte dort wirklich mal öfter hin gehen. Highlight der wirklich guten Band war für mich der 7-Saiter, den der Bassist richtig gut ausgenutzt hat. So was sieht man nicht alle Tage!



Donnerstag, 23. Oktober 2014

Essen #2

Mittagessen gibt es natürlich immer. Das zu fotografieren ist aber meistens eher etwas blöd. Dennoch gibt es dieses mal auch ein paar andere Sachen zu sehen.

White Pepper Crab: Leider keine Bilder gemacht. Krabbe ist für mich eher so gewöhnungsbedürftig. Das ganze war nicht schlecht, aber ich find die Konsistenz eher solalala und dazu bin ich einfach auch kein Krabbenpuhler ;-) William (ein Local, den Richard kennt) hat uns da zu ner super Adresse in Geylang gebracht. Ich fand die Beilage - Eggplant (Aubergine) irgendwie besser ;-) Eggplant können die hier wirklich gut machen!

Blueberry-Cream Pan
Hier gibt es im Laden so "Milchbrötchen jeder Geschmacksrichtung". Abends als Snack gab es dann mal eine Packung von den Blueberry-Cream Pans. Gar nicht so übel, aber auch nicht sehr geschmacksintensiv. Milchbrötchen eben.

Iced Kopi
Es ist hier durchaus üblich, Getränke zum Mitnehmen in einem Beutel zu bekommen. Gerade, wenn man mal nicht in einem größeren Food Court oder außerhalb ist. Der Kaffee wird übrigens mit dicker, gezuckerter Kondensmilch (Milchmädchen ;-)) und manchmal noch Zuckersirup gemischt. Wenn man den Kaffee heiß bestellt, darf man dann aber das kräftige Umrühren nicht vergessen. Sonst schmeckt das spätestens am Ende des Kaffees nicht mehr! Kopi-O ist übrigens Kaffee mit Zucker und Kopi-O kosong ist einfach nur schwarzer Kaffee.

Korean Style Chicken
Ich muss schon sagen, dieses koreanische Hühnchen war ziemlich lecker! Etwas scharf, aber toll gewürzt! Sowas gibt es bei uns einfach nicht. Der Reis ist schön pappig. Gegessen wird mit Stäbchen!

Pineapple Rice
Pineapple Rice ist eine Beilage, die man aber auch als Hauptgericht hätte essen können. Stark nach Ananas hat das Ganze nicht geschmeckt. Aber es waren natürlich ein paar Stücke da mit drin versteckt. Das Rote ist chinesische (süße...) Wurst - schmeckt so besonders gut, in der Kombination aber nicht schlecht.

Hot-plate fried Deer with Black Pepper
Sehr, sehr leckeres Hauptgericht! In der Kombination mit dem Reis von oben eher ungewöhnlih, passt aber trotzdem ganz gut. Super Würzung, was für ein "Deer" das ist, kann ich allerdings nicht sagen. Auch tolle Würzung von Paprika und Zwiebeln!
Custard Pau
Lotus Paste Pau
 Von den Paus hab ich ja bereits berichtet. Der Custard Pau hatte eine "Custard"-ähnliche Füllung mit Mais. Nicht schlecht, aber auch nicht unbedingt meins. Ich bleib lieber bei den Lotus Paste- Paus. Die kosten übrigens alle um die 70 cent hier. Also nicht mal 50 ct bei uns. Das ist schon ganz schön stark! Und lecker! ;-)

Lunch: Ginger & Spring Onion Chicken Rice
Hier mal was von meinem Mittagessen. Eine wirklich leckere Kombination! Anfangs musste ich mich erst einmal daran gewöhnen, so viel Ingwer als "Gemüse" dabei zu haben. Finde ich mittlerweile aber gar nicht mehr so schlimm. Super Kombi, für 5 SG$ ;-)

Vegetarische Auswahl von thailändischen Sachen
Das gab es für umgerechnet 2,50 € in der Nähe der Batu Caves in KL. Reis mit zwei Sorten Soße (Curry und was leicht scharfes), sowie dreierlei vermutlich Salate und irgendwas aus Tofu (das oben in der Mitte). Die drei Salate waren (im UZS) aus Gurke, irgendwas zwischen Gurke und Zucchini (keine Ahnung was das war :D) und irgendwas Kohl-artigem. Serviert auf einem echten Stück Bananenblatt!

Ich werde mal weiter Sammeln und wenn ich denke, dass ich wieder genug Bilder vom Essen gemacht habe, dann wird das hier natürlich wieder verbloggt :) Bleibt nur noch einen guten Appetit zu wünschen!

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Batu Caves und nochmal KL

Der zweite Tag meines Trips in die malaiische Hauptstadt führt mich zu den Batu Caves. Die liegen etwa 12 km außerhalb und sind nicht nur eine Touri-Attraktion!
Morgens ausgecheckt, das kleine Frühstück im Hostel eingenommen ging es zur nächsten "S-Bahn"-Station (KL Komuter).
Ganz schicker Bahnhof eigentlich. Wird aber wohl gerade renoviert.
Wirkt fast wie eine Markthalle.
Für die 12 km braucht die Bahn relativ lange, eine gute halbe Stunde. An der Station Batu Caves erwartet einen dann dieser Eindruck:
Endstation: Batu Caves.
Hulk smash.
Hier gibt es Äffchen!
Vermutlich wäre es nicht schlecht gewesen, vor diesem Besuch einen Crash-Kurs in Sachen Hinduismus zu besuchen. Viele der Figuren kommen auch an anderen Stellen wieder vor. Da es hier leider keine Info-Tafeln gibt, bleibe ich weiterhin im Unklaren über die Bedeutung der doch recht bunten und beeindruckenden Figuren.
Da hoch soll es nun also gehen.

Ganz schön steil.
272 Stufen erwarten Jeden, der versucht zu den Höhlen zu gelangen. Die Höhlen selbst sind wohl übrigens noch gar nicht so lange so ausgebaut, wie man sie heute als Kultstätte und Touri-Attraktion kennt. Zur Mittagszeit sind hier verhältnismäßig wenig Leute da. Die Aufbauten, die zu einem reibungslosen Auf- und Abgang verhelfen sollen, lassen erahnen, wie viele Leute hier hoch könnten. Da darf man nur nicht ins rutschen oder fallen kommen!
Mehr Äffchen!
Om nom nom.
Es gibt hier eine ganze Bande von Affen, die meisten gehören aber zu der Art, die ich hier geknipst habe. Das sind die assigen Affen, die klauen den Touris gerne mal das Essen oder eine Flasche Wasser. Mehrere laufen hier mit Plastikflaschen rum. Die Touris haben natürlich trotz der Warnschilder nichts besseres zu tun, als die kleinen Räuber zu füttern. Nette Affen gibt es hier auch, aber die kommen nur zu ganz bestimmten Wetterlagen soweit, dass man sie fotografieren oder sehen könnte.

Ziemlich große Haupthöhle.
An anderer Stelle.
Ein Altar in der Höhle.
Hier in der Höhle gibt es nicht nur Touris und Gläubige, man findet auch immer wieder Figuren und natürlich auch Affen. Die Tempelchen die hier noch untergebracht sind, sind nicht sehr spektakulär, daher keine Bilder. An und für sich ist die Höhle aber schon ziemlich beeindruckend.
Hulk sits.
Eine weitere Attraktion hier ist die "Dark Cave". Hier kommt man auch nicht ohne bezahlte Führung rein. Das Geld wird hier aber für Erhaltung der Höhle und Erforschung verwendet, also irgendwie auch für einen guten Zweck. Die Führung soll ca. 45 Minuten dauern und da ich ohnehin in KL nichts mehr vor hatte, bevor mein Bus wieder Richtung Singapur losfährt. Warum also nicht?

Der Name der Höhle ist nicht umsonst so. Hier ist es streckenweise wirklich dunkel. Ohne Taschenlampe, die man neben einem Helm vor der Führung bekommen hat, wüsste man nicht, wo man jetzt den nächsten Schritt hinsetzen soll.
Hier läuft Wasser runter und bildet eine "Tropfwand".
Ja, da kann man hoch gucken, und da kommt Wasser runter.
Die Höhlentour war wirklich interessant. Hier gibt es einen Haufen seltener Tiere und Insekten, manche davon kann man nur hier finden. Ein Grund mehr, dass man hier nicht ohne Führung reinspazieren sollte.
Auf der Führung habe ich einen in Japan lebenden Briten getroffen, der für eine Woche Seminare in KL hält. Kieth und ich haben uns nach der Tour ein Mittagessen gesucht (irgendwas vegetarisches aus der thailändischen Küche, war echt lecker!) und dann beschlossen noch ein bisschen KL unter die Lupe zu nehmen.
Wieder am Bahnhof in KL
 Wie bereits beschrieben ist KL eine einzige Katastrophe, wenn man von A nach B gelangen will. Auf unserer Odyssee durch die Stadt kommen wir zur National Mosque, wo uns ein begeisterter Touri-Führer über Architektur und Religion aufklärt.
Toller Lichtsaal.
Der große Gebetsraum, ausgerichtet nach Mekka.
Die meisten Moscheen haben ja diese typischen "Zwiebeltürmchen" neben dem Minarett. Hier ist das Dach des Gebetshauses in Form einen geöffneten, das Minarett in Form eines geschlossenen Regen- oder Sonnenschirms. Grund dafür ist, dass der König früher immer jemanden bei sich hatte, der einen Schirm über ihn gehalten hat. Selbstverständlich muss so was auch für Allah gebaut werden.
Tolles Gebäude. Die restliche Zeit haben wir mit der Suche nach einem Bier oder wenigstens was anderem zu trinken verbracht und tatsächlich gefunden.

Es war auf jeden Fall gut, dass ich Keith getroffen habe. So habe ich noch etwas von der Stadt gesehen. Andernfalls war meine Idee, mich in ein Café zu setzen und dort zu lesen bis der Bus fährt.

Also bleibt abschließend nur noch zu sagen, dass man hier auf jeden Fall nicht unbedingt alleine hinreisen sollte. Zu mehrt macht es dann doch ein bisschen mehr Spaß! Vielleicht wäre es auch nicht schlecht gewesen, einfach eine malaiische Sim-Karte mit Internet zu besorgen. Google Maps und die Navigation hätten sicherlich auch einiges einfacher gemacht.

Dienstag, 21. Oktober 2014

Kuala Lumpur

Übers Wochenende in die malaiissche Hauptstadt.

Mit dem Bus bracht man etwa 4-5 Stunden, je nach Verkehr. Aber da kommen natürlich noch Grenzkontrollen mit dazu. Damit hatte ich zunächst nicht gerechnet, war aber kein Problem im Grunde genommen. Viel wurde mir nicht von KL, wie die Leute die Stadt schlicht nennen, versprochen. So gab es also keine großen Erwartungen.
Endlich angekommen.
Schnell habe ich das günstige Hostel gefunden. Wirklich günstig - für nicht einmal 10€ habe ich für ein Bett im 6er Zimmer reserviert. Inkl. "Frühstück" (Kaffee/Tee und Toast mit Erdnussbutter... aber gut, geschenkter Gaul und so ;-)) und Wifi. Bei Ankunft wurde mir dann offenbart, dass der "Schlafsaal" wohl doch ausgebucht war und sie würden mich in ein zweier Zimmer einquartieren. Weniger Lärm? Kein Problem für mich! Letztenendes gab es dort auch keinen weiteren Gast.
Ausbildung lässt grüßen. Nur würde man so etwas nicht ausstellen ;-)
Weil ich nach der langen Fahrt wirklich Hunger und keine Lust hatte, mir irgendwo was gutes, lokales zu suchen, ging es einfach in einen FastFood Schuppen. Das war auch gut so, denn kaum hatte ich an einem Fenster Platz genommen hat es zu regnen begonnen. Und zwar aus Eimern!
Nach einer Stunde hatte ich keine Lust mehr zu warten, es ist inzwischen auch schon Nachmittag geworden, also raus in den Regen, einen Regenschirm hab ich eigentlich immer dabei.
Eine Moschee.

Hier ist eine Bank untergebracht.
So ein Käfer steht hier vor einem Irish Pub rum. Cool!
 Der Regen hat nach etwa einer weiteren dreiviertel Stunde dann soweit nachgelassen, dass man gut ohne Schirm laufen konnte. Gott sei Dank. Auf meinem Weg zum ersten Ziel - dem KL Tower - bin ich auch am Hard Rock Café vorbei gekommen. Nichts spektakuläres, ein Glas für meine Sammlung habe ich mir trotzdem nicht entgehen lassen.
Das Hard Rock Café mit einem Motorrad über dem Eingang.
Der KL Tower und im Hintergrund die Petronas Tower
Der KL Tower kann auch besucht werden. TripAdvisor meinte allerdings, dass man den getrost weglassen kann und lieber die Petronas Tower besuchen sollte. Also ging es als nächstes dort hin.
Ein "Biergarten" ohne Bier am Fuße des KL Towers
Das "Wahrzeichen" der Stadt: Die Patronas Tower
Viele Tafeln kündigten an: 80 RM (Ringgit, das entspricht ungefähr 20€) soll der Besuch kosten. Das ist zwar verhältnismäßig teuer, aber was solls, ich bin ja nur einmal hier. Tja, so dachte ich das mir. Das man einen Besuch schon mehrere Tage im voraus buchen muss, wusste ich nicht. Enttäuscht bin ich dann weitergezogen, bis Montagabend war alles ausgebucht. Schade, aber auf der anderen Seite natürlich wieder 20€ gespart.
Ein toller, kleiner Park nahe der Petronas Tower
Jetzt wird es langsam dunkel und ich habe den weg in Richtung Hostel angetreten. Der Abend war langweilig bis unspektakulär. In der benachbarten "Reggea Bar" gab es zwar gute Musik, aber umso weniger Leute. Vermutlich war ich zu früh dran.

Ein kleines Fazit: Ganz so schnurstracks wie sich das vielleicht liest, ging es natürlich nicht. KL ist eine einzige riesige Baustelle und ich finde mich hier einfach nicht zurecht. Man braucht gefühlte Ewigkeiten um um die Baustellen herum zu kommen. Das macht keinen Spaß! Dazu ist diese Stadt nicht nur unübersichtlich, sonder auch noch dreckig. Ich bin wohl durch Singapur einfach verwöhnt. Die ohnehin nicht großen Erwartungen an die Stadt wurden am ersten Tag also bereits enttäuscht.
Leute, die diese Stadt schön nennen, waren wohl an anderen Orten wie ich. Jedenfalls habe ich trotzdem einiges gesehen. Das Chinatown (habe ich nur kurz durchquert) hier ist auf jeden Fall etwas weniger Disney World, wie in Singapur.

Am nächsten Tag hatte ich mir vorgenommen, zu den Batu Caves zu fahren. Dieser Tag sollte besser werden. Mehr dazu an gegebener Stelle.