Mittwoch, 22. Oktober 2014

Batu Caves und nochmal KL

Der zweite Tag meines Trips in die malaiische Hauptstadt führt mich zu den Batu Caves. Die liegen etwa 12 km außerhalb und sind nicht nur eine Touri-Attraktion!
Morgens ausgecheckt, das kleine Frühstück im Hostel eingenommen ging es zur nächsten "S-Bahn"-Station (KL Komuter).
Ganz schicker Bahnhof eigentlich. Wird aber wohl gerade renoviert.
Wirkt fast wie eine Markthalle.
Für die 12 km braucht die Bahn relativ lange, eine gute halbe Stunde. An der Station Batu Caves erwartet einen dann dieser Eindruck:
Endstation: Batu Caves.
Hulk smash.
Hier gibt es Äffchen!
Vermutlich wäre es nicht schlecht gewesen, vor diesem Besuch einen Crash-Kurs in Sachen Hinduismus zu besuchen. Viele der Figuren kommen auch an anderen Stellen wieder vor. Da es hier leider keine Info-Tafeln gibt, bleibe ich weiterhin im Unklaren über die Bedeutung der doch recht bunten und beeindruckenden Figuren.
Da hoch soll es nun also gehen.

Ganz schön steil.
272 Stufen erwarten Jeden, der versucht zu den Höhlen zu gelangen. Die Höhlen selbst sind wohl übrigens noch gar nicht so lange so ausgebaut, wie man sie heute als Kultstätte und Touri-Attraktion kennt. Zur Mittagszeit sind hier verhältnismäßig wenig Leute da. Die Aufbauten, die zu einem reibungslosen Auf- und Abgang verhelfen sollen, lassen erahnen, wie viele Leute hier hoch könnten. Da darf man nur nicht ins rutschen oder fallen kommen!
Mehr Äffchen!
Om nom nom.
Es gibt hier eine ganze Bande von Affen, die meisten gehören aber zu der Art, die ich hier geknipst habe. Das sind die assigen Affen, die klauen den Touris gerne mal das Essen oder eine Flasche Wasser. Mehrere laufen hier mit Plastikflaschen rum. Die Touris haben natürlich trotz der Warnschilder nichts besseres zu tun, als die kleinen Räuber zu füttern. Nette Affen gibt es hier auch, aber die kommen nur zu ganz bestimmten Wetterlagen soweit, dass man sie fotografieren oder sehen könnte.

Ziemlich große Haupthöhle.
An anderer Stelle.
Ein Altar in der Höhle.
Hier in der Höhle gibt es nicht nur Touris und Gläubige, man findet auch immer wieder Figuren und natürlich auch Affen. Die Tempelchen die hier noch untergebracht sind, sind nicht sehr spektakulär, daher keine Bilder. An und für sich ist die Höhle aber schon ziemlich beeindruckend.
Hulk sits.
Eine weitere Attraktion hier ist die "Dark Cave". Hier kommt man auch nicht ohne bezahlte Führung rein. Das Geld wird hier aber für Erhaltung der Höhle und Erforschung verwendet, also irgendwie auch für einen guten Zweck. Die Führung soll ca. 45 Minuten dauern und da ich ohnehin in KL nichts mehr vor hatte, bevor mein Bus wieder Richtung Singapur losfährt. Warum also nicht?

Der Name der Höhle ist nicht umsonst so. Hier ist es streckenweise wirklich dunkel. Ohne Taschenlampe, die man neben einem Helm vor der Führung bekommen hat, wüsste man nicht, wo man jetzt den nächsten Schritt hinsetzen soll.
Hier läuft Wasser runter und bildet eine "Tropfwand".
Ja, da kann man hoch gucken, und da kommt Wasser runter.
Die Höhlentour war wirklich interessant. Hier gibt es einen Haufen seltener Tiere und Insekten, manche davon kann man nur hier finden. Ein Grund mehr, dass man hier nicht ohne Führung reinspazieren sollte.
Auf der Führung habe ich einen in Japan lebenden Briten getroffen, der für eine Woche Seminare in KL hält. Kieth und ich haben uns nach der Tour ein Mittagessen gesucht (irgendwas vegetarisches aus der thailändischen Küche, war echt lecker!) und dann beschlossen noch ein bisschen KL unter die Lupe zu nehmen.
Wieder am Bahnhof in KL
 Wie bereits beschrieben ist KL eine einzige Katastrophe, wenn man von A nach B gelangen will. Auf unserer Odyssee durch die Stadt kommen wir zur National Mosque, wo uns ein begeisterter Touri-Führer über Architektur und Religion aufklärt.
Toller Lichtsaal.
Der große Gebetsraum, ausgerichtet nach Mekka.
Die meisten Moscheen haben ja diese typischen "Zwiebeltürmchen" neben dem Minarett. Hier ist das Dach des Gebetshauses in Form einen geöffneten, das Minarett in Form eines geschlossenen Regen- oder Sonnenschirms. Grund dafür ist, dass der König früher immer jemanden bei sich hatte, der einen Schirm über ihn gehalten hat. Selbstverständlich muss so was auch für Allah gebaut werden.
Tolles Gebäude. Die restliche Zeit haben wir mit der Suche nach einem Bier oder wenigstens was anderem zu trinken verbracht und tatsächlich gefunden.

Es war auf jeden Fall gut, dass ich Keith getroffen habe. So habe ich noch etwas von der Stadt gesehen. Andernfalls war meine Idee, mich in ein Café zu setzen und dort zu lesen bis der Bus fährt.

Also bleibt abschließend nur noch zu sagen, dass man hier auf jeden Fall nicht unbedingt alleine hinreisen sollte. Zu mehrt macht es dann doch ein bisschen mehr Spaß! Vielleicht wäre es auch nicht schlecht gewesen, einfach eine malaiische Sim-Karte mit Internet zu besorgen. Google Maps und die Navigation hätten sicherlich auch einiges einfacher gemacht.

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